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40 Jahre nach Tschornobyl

40 Jahre nach Tschornobyl

90m 56s

Tschornobyl, 1986. Ein Reaktorunglück, das nicht nur eine Region, sondern ein ganzes System erschütterte.
Mitten in der Zeit von Glasnost und Perestroika offenbarte die Katastrophe, wie weit Anspruch und Wirklichkeit der Sowjetunion auseinanderklafften. Wir wollen mit euch danach fragen, was Tschornobyl für Mensch, Politik und Gesellschaft bedeutet hat und bis heute bedeutet.

Im Rahmen unseres o[s]tklick Tresentalks am 11. Juli 2026 beim Sommerfest der pbb Berlin (postmigrantischen Bildung & Beratung Berlin) thematisierten wir gesundheitliche und politische Folgen, Tschornobyl als Bruchstelle der Perestroika, die Friedens- und Ökologiebewegung in Ost und West und die Region heute im Schatten des russischen Angriffskriegs auf...

Arbeit, Migration & Ausbeutung

Arbeit, Migration & Ausbeutung

81m 4s

Ob im LKW auf der Straße, auf dem Feld bei jedem Wetter oder im Krankenhaus – all das sind Orte, die für unser alltägliches Leben notwendig sind. Für Menschen, die dort arbeiten, herrschen jedoch oft prekäre Verhältnisse: Geringe Bezahlung, lange Arbeitszeiten, schwere physische Belastungen. Die Grenzen zur faktischen Ausbeutung verschwimmen dabei leider häufig.

Was dabei auffällt, ist, dass diese Arbeiten in vielen Fällen von Menschen mit Migrationserfahrung verrichtet werden, im europäischen Kontext oft aus „Osteuropa“. Warum ist das so? Welche Rolle spielt die EU-Freizügigkeit? Gibt es historische Kontinuitäten?

In öffentlichen Diskursen sind die Betroffenen praktisch unsichtbar. Mit unserem Gespräch machen...

Sprache als Machtinstrument

Sprache als Machtinstrument

71m 25s

In postsowjetischen und osteuropäischen Communities in Deutschland spielt die russische Sprache für viele eine große Rolle: Sprache prägt Identität(en), verbindet mit der Familie und vielleicht der eigenen Kindheit.

Sprache hängt aber auch mit Macht zusammen. Gerade in Zeiten des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stellen wir uns daher die Frage: Inwiefern ist Russisch eine imperiale Sprache? Wie wurde und wird Sprache als Instrument russischer Kolonialpolitik genutzt?

Viele Betroffenen sprechen häufig in Folge der Kolonialpolitik Russisch als Erstsprache – was bedeutet es, wenn die eigene Sprache mit der kulturellen oder politischen Zugehörigkeit in Widerspruch steht? Und welche Formen des Widerstands gegen...

Sprache, Identität & Migration - Eure Antworten

Sprache, Identität & Migration - Eure Antworten

40m 38s

Wie wir sprechen, ist eng mit unserer Identität verknüpft. In dieser besonderen Podcast-Folge hört ihr ausschließlich die Stimmen der o[s]tklick-Community – ganz persönlich.

Ob Familiensprache, Lieblingswörter oder skurrile Erlebnisse: Die Sprachnachrichten geben Einblicke in die Vielfalt sprachlicher Identitäten und zeigen, wie Sprache Zugehörigkeit, Erinnerung und manchmal auch Herausforderungen mit sich bringt.

Die Grundlage dafür waren vier Fragen, die wir euch auf Instagram gestellt haben – und eure Antworten sind so vielstimmig wie berührend. Einige davon kennt ihr vielleicht schon aus dem Videopodcast „Sprache, Identität & Migration“, nun gibt’s sie gesammelt und hörbar in einer neuen Form.

Hinweis: Um die Anonymität...

Sprache, Identität & Migration: Erfahrungen von Russlanddeutschen und jüdischen Zugewanderten

Sprache, Identität & Migration: Erfahrungen von Russlanddeutschen und jüdischen Zugewanderten

35m 21s

Sprache ist viel mehr als nur Kommunikation – sie zeigt, wer wir sind. Unsere Identität spiegelt sich in jedem Wort, das wir wählen.

Ob Dialekt, Slang oder Muttersprache – wie wir sprechen, kann etwas über unsere Herkunft, unsere Erfahrungen und unser Lebensgefühl verraten. Sprache verbindet, aber sie kann auch ausgrenzen. Gerade bei Menschen mit Migrationsgeschichte erhält Sprache nochmal eine zusätzliche Bedeutung: Was heißt es, sich durch die Migration im Alltag nicht mehr in der Herkunftssprache verständigen zu können? Welche Ausgrenzungs- und Zugehörigkeitsgefühle gehen damit einher?

Was Sprache, Identität und Migration miteinander zu tun haben, darüber spricht im o[s]tklick-Podcast die Journalistin...

Riss durch Europa? Postsowjetische Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg

Riss durch Europa? Postsowjetische Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg

68m 18s

Die mit dem deutschen Überfall am 22. Juni 1941 beginnende Besatzungs- und Vernichtungsherrschaft während des Zweiten Weltkriegs bedeutete für das östliche Europa eine nie dagewesene Zäsur. Allein in der Sowjetunion forderte der Krieg rund 27 Millionen Menschenleben. Im deutschen historischen Gedächtnis ist das Wissen über den „Holocaust durch Kugeln“, das Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener und die „Verbrannten Dörfer“ jedoch nach wie vor gering.

Am 8./9. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Zugleich führt Russland seit dem 24. Februar 2022 einen vollumfänglichen Krieg gegen die Ukraine, der auf die Vernichtung der Existenz der Ukraine abzielt. Am 8....

Rente und Altersarmut bei (Spät-)Aussiedler:innen und jüdischen Zugewanderten

Rente und Altersarmut bei (Spät-)Aussiedler:innen und jüdischen Zugewanderten

31m 6s

Menschen, die als (Spät-)Aussiedler:innen oder sog. „Jüdische Kontingentflüchtlinge“ nach Deutschland gekommen sind, sind überdurchschnittlich häufig von Altersarmut betroffen. Warum ist das so? Und wohin können sich Betroffene mit ihren Fragen wenden?
Wir haben über das Thema Rente und Altersarmut gesprochen mit
Natalie Pawlik - Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Günter Jek - Leiter des Berliner Büros der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.
Moderation: Erika Balzer

Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: ostklick@libmod.de

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI).

Herausforderung antiosteuropäischer Rassismus

Herausforderung antiosteuropäischer Rassismus

86m 16s

Was haben russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler:innen, ukrainische Geflüchtete, polnische Einwander:innen oder Arbeitsmigrant:innen aus dem östlichen Europa gemeinsam? Viele von ihnen erleben Diskriminierung – und zwar Antislawismus bzw. antiosteuropäischen Rassismus.
Mit rund 9,5 Millionen sind Menschen aus dem östlichen Europa die größte eingewanderte Gruppe in Deutschland. Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen machen seit Jahren auf die Diskriminierung aufmerksam, die diesen Menschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und im Alltag widerfährt. Wie ist die Entstehung von Antislawismus zu erklären? Wie wirken sich Vorurteile und Ressentiments auf verschiedene Betroffenengruppen aus? Und: Was können wir gegen Antislawismus tun?

Wie der Herausforderung „antiosteuropäischer Rassismus“ begegnet werden kann, haben wir mit...

Tag der Russlanddeutschen - Wie wollen wir erinnern?

Tag der Russlanddeutschen - Wie wollen wir erinnern?

27m 52s

Der 28. August ist der Tag der Russlanddeutschen. Der Gedenktag erinnert an die Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion im Jahr 1941. Die russlanddeutsche Bevölkerung wurde während des Zweiten Weltkriegs als potenzielle Kollaborateure mit Nazi-Deutschland betrachtet. In der Folge wurden hunderttausende Menschen unter extremen Bedingungen deportiert. Viele starben an Hunger, Krankheit oder den harten Bedingungen in den Lagern.

Im Videopodcast beleuchtet die Journalistin Erika Balzer das Gedenken daran mit
Christina Pauls – Friedens- und Konfliktforscherin, und
Edwin Warkentin – Leiter des Kulturreferats für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte.

Wie kann und soll an russlanddeutsche Geschichte erinnert werden? Was sind...

Tresentalk: Der unsichtbare Rassismus? Antislawismus auf dem Arbeitsmarkt

Tresentalk: Der unsichtbare Rassismus? Antislawismus auf dem Arbeitsmarkt

80m 14s

Der unsichtbare Rassismus? Diskriminierungen von Menschen aus dem östlichen Europa in Deutschland – das Beispiel Arbeitsmarkt
Menschen aus dem östlichen Europa erleben in Deutschland vielfach Diskriminierung. In aktuellen antirassistischen Debatten kommen ihre Erfahrungen bisher jedoch kaum vor. Dies verwundert umso mehr, da sie die größte Migrationsgruppe in Deutschland bilden und der antiosteuropäische sowie antislawische Rassismus ein integraler Bestandteil deutscher Geschichte ist.

Ein wichtiges Thema gegenwärtiger Diskriminierungen ist der Arbeitsmarkt: Wie äußern sich Benachteiligungen in diesem Bereich? Und wie schildern die Betroffenen selbst ihre Erfahrungen? Hierzu läuft derzeit ein Forschungsprojekt, das wir euch vorstellen und über das wir mit euch diskutieren...