o[s]tklick - Podcast

o[s]tklick ist ein digitaler Ort, an dem russlanddeutsche, osteuropäische und postsowjetische Communities und demokratische Stimmen zusammenkommen. Viele von diesen Geschichten und Stimmen könnt ihr hier im Podcast hören.
o[s]tklick möchte dazu beitragen, dass diesen Stimmen mehr Gehör geschenkt wird und richtet sich an alle Menschen, die die postmigrantische Gesellschaft und unsere Demokratie mitgestalten wollen.

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Neueste Episoden

Balkan im Blick

Balkan im Blick

‧ 84m 38s

Ob als Gastarbeiter:innen angeworben oder als Geflüchtete während der Kriege in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens in den 90ern: Die Wege nach Deutschland sind für Menschen aus Südosteuropa unterschiedlich, die Erfahrungen aber oft ähnlich. Viele Menschen aus dieser Region kennen Ausgrenzung, Stigmatisierung und Beschimpfungen. Gleichzeitig werden sie häufig auch als „aus dem Osten“ verallgemeinert. Wir fragen uns: Hängt das mit antiosteuropäischem Rassismus zusammen? Welche Unterschiede gibt es? Und welche besonderen Erfahrungen entstehen in der Überschneidung mit antimuslimischem Rassismus, Gadje-Rassismus oder Sexismus?

In diesem Tresentalk sprechen wir nicht nur über Ausgrenzung – sondern auch über Zugehörigkeit, Selbstbehauptung und Empowerment. Unsere Gäste...

Deportation, Verlust & Neubeginn

Deportation, Verlust & Neubeginn

‧ 85m 10s

Eine der größten Gruppen zugewanderter Menschen in Deutschland stammt aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Obwohl die Gründe für ihre Zuwanderung vielfältig sind, ähneln sich die kollektiven Erinnerungen vieler Familien. Während der NS-Zeit wurden ihre Eltern und Großeltern unter Stalin aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit pauschal der Zusammenarbeit mit der deutschen Wehrmacht verdächtigt und nach Zentralasien sowie Sibirien deportiert. Unter den insgesamt 2,2 Millionen zwischen 1941 und 1944 verschleppten Sowjetbürger:innen befanden sich neben Sowjetdeutschen auch Griech:innen, Karatschaier:innen, Tschetschen:innen, Ingusch:innen, Meschet:innen, Kurd:innen, Krimtatar:innen, Armenier:innen und weitere ethnische Gruppen.

Besonders stark betroffen waren die rund 1,2 Millionen Sowjetdeutschen, von denen etwa 80 Prozent bereits...

40 Jahre nach Tschornobyl

40 Jahre nach Tschornobyl

‧ 90m 56s

Tschornobyl, 1986. Ein Reaktorunglück, das nicht nur eine Region, sondern ein ganzes System erschütterte.
Mitten in der Zeit von Glasnost und Perestroika offenbarte die Katastrophe, wie weit Anspruch und Wirklichkeit der Sowjetunion auseinanderklafften. Wir wollen mit euch danach fragen, was Tschornobyl für Mensch, Politik und Gesellschaft bedeutet hat und bis heute bedeutet.

Im Rahmen unseres o[s]tklick Tresentalks am 11. Juli 2026 beim Sommerfest der pbb Berlin (postmigrantischen Bildung & Beratung Berlin) thematisierten wir gesundheitliche und politische Folgen, Tschornobyl als Bruchstelle der Perestroika, die Friedens- und Ökologiebewegung in Ost und West und die Region heute im Schatten des russischen Angriffskriegs auf...

Arbeit, Migration & Ausbeutung

Arbeit, Migration & Ausbeutung

‧ 81m 4s

Ob im LKW auf der Straße, auf dem Feld bei jedem Wetter oder im Krankenhaus – all das sind Orte, die für unser alltägliches Leben notwendig sind. Für Menschen, die dort arbeiten, herrschen jedoch oft prekäre Verhältnisse: Geringe Bezahlung, lange Arbeitszeiten, schwere physische Belastungen. Die Grenzen zur faktischen Ausbeutung verschwimmen dabei leider häufig.

Was dabei auffällt, ist, dass diese Arbeiten in vielen Fällen von Menschen mit Migrationserfahrung verrichtet werden, im europäischen Kontext oft aus „Osteuropa“. Warum ist das so? Welche Rolle spielt die EU-Freizügigkeit? Gibt es historische Kontinuitäten?

In öffentlichen Diskursen sind die Betroffenen praktisch unsichtbar. Mit unserem Gespräch machen...